Hundeschule Dakini | Dein Hund ist dein Spiegel

Dein Hund, dein Spiegel

Wusstest du, dass dein Hund dein Spiegel ist. Er widerspiegelt das, was in dir vorgeht. Bist du glücklich, ist dein Hund auch glücklich. So einfach ist das! Dass man nicht immer bestens gelaunt sein kann, ist normal. Was aber, wenn ihr ein folgenschweres Erlebnis hinter euch habt, das euch aus dem gewohnten Rhythmus gerissen hat?  

Ängste haben einen grossen Einfluss auf unser Leben. So auch bei Hunden: Ein belastendes Erlebnis möchte nicht noch einmal erlebt werden. Alles, was damit im Zusammenhang steht oder diesem Erlebnis ähnelt, wird möglichst vermieden. Oft läuft zu Beginn alles unbewusst und unkontrolliert ab: Rückblenden können durch Geräusche, Düfte oder andere Reize ausgelöst werden und die Reaktion daraus ist zu Beginn sehr widersprüchlich und nicht vorhersehbar. Misstrauen und Unsicherheit lassen den Hund schreckhaft, äusserst vorsichtig und immer unter Stress sein. Das kann zu einer Dauerbelastung für den Hund und dich werden. Um aus einer solchen Negativspirale heraus zu gelangen,  musst du die Ursache für die Verknüpfung herausfinden und damit in eine positive Verknüpfung überleiten.

 

Hundeschule Dakini | Hund und Herrchen in negativer Spirale

Wie finde ich aus einer negativen Spirale heraus?

Zuerst ist es wichtig, vom unbewussten in einen bewussten Zustand zu kommen. Wir müssen also die Signale des Hundes erkennen! Wissen wir, woher die Angst kommt? Wann tritt diese Angst jeweils auf? Welches Verhalten zeigt unser Hund in solchen Situationen? Um das Problem heraus zu finden, ist unsere Beobachtung gefragt. Erst wenn wir Abläufe und Verhaltensweisen erkennen, können wir daran arbeiten.

In verschiedenen Trainingseinheiten nähern wir uns den angsterzeugenden Reizen vorsichtig an:

Die Ursache liegt beim Menschen: Dazu analysieren ich mich selber. Ich versuche herauszufinden, was passiert ist, zu welchem Verhalten das mich geführt hat und wie meine Veränderung wiederum das Verhalten meines Hund beeinflusst hat. Sobald diese Erkenntnisse vorliegen, kann ich die nötigen Veränderungen an mir vornehmen. Dementsprechend kann ich dem Hund Lösungen anbieten.

Die Ursache liegt beim Hund: Was hat das veränderte Verhalten meines Hundes ausgelöst und welche Verknüpfung ist entstanden? Zum Beispiel beginnt mein Hund vor lauter Überforderung in einer Situation an der Leine zu ziehen. Der Mensch reagiert physisch, was sich z.Bsp. in Leine zurück zerren auswirkt - und so kann eine negative Verknüpfung zwischen Hund und Besitzer entstehen. Lasse ich die Angst des Hundes zu meiner werden?

Ich kann diese negative Spirale beenden, indem ich die Ursache wie oben beschrieben herausfinde und gleichzeitig ein Verständnis für das Verhalten meines Hundes bekomme. Durch dieses Verständnis kann ich als Mensch wieder besser denken und werde handlungsfähiger. Dein Hund spürt sofort deine Veränderung. Seine Reaktion darauf: er fühlt sich sicherer und lässt sich von dir führen. Auf diese Weise gewinnen du und dein Hund wieder mehr Selbstvertrauen zurück.

Was macht deinem Hund sonst noch Freude? Erfolgserlebnisse sind momentan sehr wichtig: Positive Ereignisse im Alltag verbinden und bauen gegenseitiges Vertrauen auf. Wie eingangs beschrieben: Was du fühlst, fühlt dein Hund auch und vice versa. Wenn ihr beide zuversichtlich bleibt, kann alles wieder gut kommen.

Was ist bei Rückfällen zu tun?

Ein folgenschweres Erlebnis kann nicht von heute auf morgen überwunden werden. Es benötigt Zeit und Geduld! Auch wenn du das Gefühl hast, dass nun alles wieder in Ordnung ist: Rückfälle können vorkommen. Es gibt mal gute und schlechte Tage. Wichtig ist: Gebt nicht auf und bleibt am Ball! Beobachte das Verhalten deines Hundes weiterhin und reagiere wenn nötig. Wenn ihr nicht weiterkommt, nimm externe Hilfe an. Eine neutrale Aussensicht kann euch teilweise viel besser dabei unterstützen, aus einer negativen Spirale wieder heraus zu brechen.

Denke schliesslich immer daran: Nach dem Regen kommt wieder die Sonne. Und genau in diesem Wechsel liegt etwas Schönes: ihr könnt einen Regenbogen sehen.

Kann man sich und seinen Hund vor negativen Ereignissen schützen?

Zuerst die schlechten Nachrichten (die du bestimmt schon geahnt hast): Vor negativen Ereignissen ist leider niemand geschützt.

Dann lieber schnell zu den guten Neuigkeiten: Die Fähigkeit, mit belastenden Situationen gut umgehen zu können, lässt sich trainieren. Am besten gewöhnt man schon das Welpen an den Umgang mit gewissen Reizen – natürlich immer kontrolliert und massvoll. Ausserdem hat Angst auch viel mit Selbstvertrauen zu tun. Bekommt der Hund von dir das Vertrauen geschenkt, eigene Entscheidungen treffen zu können, fördert das seinen Mut und bekräftigt ihn. Aber keine Sorge: Auch im späteren Alter kann man mit gezieltem Training noch einiges erreichen. Es ist also nie zu spät "Resilizenz" zu stärken. Und dank dieser lassen sich dann schwierige Ereignisse auch leichter überwinden. Wir wünschen euch auf jeden Fall viel Erfolg!

Ist dir und/oder deinem Hund etwas passiert, das eine negative Veränderung in eurem Alltag hervorgerufen hat und ihr benötigt Hilfe? Wir von der Hundeschule Dakini sind gerne für euch da und unterstützen euch auf dem Weg zur Leichtigkeit.

 

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